"Bei allem, was man mit dem Herzen
macht, kommt irgendwann auch der Erfolg." |
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| Nach jahrelangem konsequentem Training bei jedem Wetter war die Zeit reif, mit der von uns gezüchtete Hündin „BISBEE vom Garten der Freiheit“ bei der hovawart-internen Fährtenhunde-Ausscheidung für die Staatsmeisterschaft (aller Rassen) anzutreten. Nach 3 abgelegten Fährten belegte sie dank ihrer gewohnt beständigen Arbeitsleistung den 1. Platz. Aufgrund eines Missverständnisses zwischen dem ÖKV und dem alten Leistungsreferenten des Hovawart-Vereins war dieser Erfolg nichtig, weil der Hovawart-Verein gar keinen Startplatz hatte. |
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| Glücklicherweise hatte der SVÖ (dessen Mitglied wir auch sind) als letzter Verein noch die Qualifikation ausständig und trotz des bereits abgelaufenen Meldeschlusses und auch aufgrund der konsequenten Bemühungen unserer Leistungsreferentin Grete Oprendek konnten wir doch noch teilnehmen. So fuhren wir – in doppelter „froher Hoffnung“ (Karin befand sich schon in der 2. Hälfte ihrer Schwangerschaft) – 350 km nach Wiener Neustadt und kamen gleich als Erste dran. Der nächste Unglücksfall, für den wir nichts konnten, kam schneller Pfote. Bisbee ging eine super Fährte auf einem Bundesheergelände, welches dank des Tages der offenen Tür von Panzerspuren durchzogen war. Leider überlappte der Fährtenleger das Ende der Fährte mit der nächsten Fährte und so bekamen wir eine Ersatzfährte zugeteilt. Sie musste für die Qualifikation also nicht 2, sondern 3 IPO-Fährten suchen. Bisbee bewies erneut ihre Beständigkeit und erreichte bei der SVÖ-Qualifikation der Fährtenhunde den 4. Platz (der SVÖ hatte 10 Startplätze für die Staatsmeisterschaft). Bei der Staatsmeisterschaft, bei der sich alle Vereine mit ihren besten Fährtenhunden messen, erreichte sie den 2. Platz und wurde Vizestaatsmeister. Trotz der unterschiedlichen Bedingungen war der Tenor der Zuschauer und Teilnehmer, daß die besten zwei Hunde gewonnen haben. Nur Staatsmeister und Vizestaatsmeister waren qualifiziert für die 11. FCI-Fährtenhundeweltmeisterschaft vom 8.-10. April 2005 in Slowenien. Mit Ausnahme des Weltmeisterlandes (3 Starter) hatte jede Nation 2 Startplätze zur Verfügung. 17 Nationen stellten 33 Starter.; zum überwiegenden Teil Dt. Schäferhunde, ansonsten 1 Hovawart, 2 Malinois, 1 Labrador und 1 Rottweiler. Der saure Torfboden, welcher mit Wassergräben durchzogen war, forderte die Hunde stark, zumal er durch seine Elastizität kaum Bodenverletzungen zuließ und neben böigem Wind es immer stärker zu regnen begann. Am 1. und 2. Tag waren bereits 24 Hunde durchgefallen; unsere Hündin bewies ihre Konstanz und hatte ihre 1. und 2. Fährte bereits abgeschlossen. Zwar mit 70/72 Punkten – es war auch für uns gewöhnungsbedürftig, mit dieser Punkteanzahl ganz vorne dabei zu sein. Es machten sich am 1. Tag bei Bisbee Konditionsschwierigkeiten bemerkbar, welcher wir uns bewusst waren, da die Hundeführerin Karin Ritter im Januar unsere Tochter auf die Welt brachte und aufgrund der winterlichen Bedingungen erst 4 Wochen vor der WM wieder das Training aufnehmen konnte. Bei der 2. Fährte zeigte Bisbee ihre Klasse und zog zügig durch, hatte aber am Ende beim Bogeneingang Schwierigkeiten. Nach Ende des 2. Tages waren wir auf Platz 3. Unerwarteterweise fiel leider die sehr sympathische österr. Staatsmeisterin, Renate Wagner, an beiden Tagen durch. Sie nahm es aber sportlich fair, zumal am Ende ohnehin nur 9 Hunde positiv abgeschlossen hatten. Am 3. Tag arbeiteten die letzten Hunde ihre 2 Fährte aus und zwar auf einem schönen Wiesengelände, was einigen Nationen nicht sehr behagte. Dementsprechend fiel am 3. Tag kein Hund durch und fast alle schlossen mit vorzüglich ab. So fielen wir mit Bisbee auf Rang 9 von 33 Hunden zurück und waren – zumal wir das erste Mal bei einer Großveranstaltung dabei waren – zufrieden. Ein Slowene nutzte seinen Heimvorteil und gewann klar. |
| Der Fährtenhundesport ist ein Individualsport, bei dem es auf viel Gefühl des Mensch-Hund-Gespannes ankommt. Es lässt sich nichts erstrebern, erzwingen oder ermogeln. Es zählt konsequente, liebevolle, jahrelange Aufbauarbeit, wobei man meistens auf sich alleine gestellt ist – fernab vom Publikum in Wäldern, auf Wiesen, Äckern etc. Wenn man sich auf den talentierten Hund einstellt und zum Team zusammenwächst, wird man auch mit der nötigen Portion Glück die Früchte ernten können. Die Slowenen hatten übrigens eine perfekte Organisation, und ich hoffe, bei der nächsten FH-WM, die in Österreich stattfinden wird, findet diese Qualität ihre Fortsetzung, zumal Österreichs Hundesport international immer mit guten Leistungen auf sich aufmerksam macht. Erwähnenswert ist auch der slowenische Verteidigungsminister, der mit der slowenischen Armee unverzichtbare Unterstützung gewährte. Auch der belgische und Schweizer Richter, die sehr wetterfest und gewissenhaft waren, bestachen durch Fairness und fachliche Kompetenz und hinterließen einen sehr positiven Eindruck. In der Nationenwertung erreichten wir dank Bisbee vom Garten der Freiheit noch den 7. Rang von 17 Nationen; in der Einzelwertung den 9. Platz von 33 Startern. |
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Bisbee war der erste österr. Hovawart, der bei einer FCI-Weltmeisterschaft teilnahm und dank ihrer zuverlässigen Nasenleistung ist sie Österreichs erfolgreichster Fährtenhund (aller Rassen und von über 450 Vereinen). Wir und der Schäferhunde-Verein Österreichs (dem die Hovawart-Dame Bisbee Schützenhilfe leistete...) sind sehr stolz auf diese starke Hovawart-Premiere im internationalen Wettkampfgeschehen – es werden hoffentlich noch viele nachfolgen!
(Christian Friedrich, Züchter „vom Garten der Freiheit“) |
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